Pumpen erneuert - Hydraulik im Lot

Wiederherstellung der hydraulischen Stabilität im Bürokomplex

Die Ausbildung unserer Mitarbeiter erfolgt ganzheitlich. Von der ersten Fehleranalyse vor Ort über die technische Berechnung und Bauteilauslegung bis hin zur Montage und finalen Inbetriebnahme. Jeder Auszubildende durchläuft die vollständige Projektkette inklusive der technischen Dokumentation und Übergabe an den Endkunden.

In diesem Projekt stand unser Team vor der Herausforderung, eine komplexe hydraulische Fehlfunktion in einem Bürogebäude mit drei Bauabschnitten zu beheben. Nach vorangegangenen Umbauarbeiten an den Lüftungsanlagen kam es zu einer massiven Störung der Wärmeverteilung, wodurch zwei der drei Gebäudeabschnitte vollständig auskühlten.


Hydraulische Analyse und Problematik

    • Das Herzstück der Problematik lag in einer massiven Verschiebung der Druckverhältnisse innerhalb des Systems. Mehrere Faktoren führten hier zum Systemstillstand:
    • Strömungswiderstände: Ein zu hoher Widerstand durch den Fernwärmewärmetauscher verhinderte eine ausreichende Versorgung der nachgelagerten Kreise.
    • Fehlende Systemtrennung: Das Nichtvorhandensein hydraulischer Weichen oder Pufferspeicher führte dazu, dass die Volumenströme der Primär- und Sekundärseite nicht entkoppelt waren.
    • Volumenstrom-Defizit: Die ursprüngliche Pumpenauslegung konnte die veränderten Anforderungen nach dem Umbau nicht mehr decken, was die Unterversorgung der betroffenen Bauabschnitte forcierte.


Optimierung und Ad-hoc-Instandsetzung

    • Um eine sofortige Nutzbarkeit der Büroräume im Winter sicherzustellen, implementierte unser Juniorenteam eine zweistufige Ad-hoc-Lösung:
    • Hydraulischer Abgleich: In einem ersten Schritt wurden sämtliche Heizflächen im Gebäude abgeglichen, um die vorhandene Energie so effizient wie möglich zu verteilen.
    • Leistungsanpassung: Da der Abgleich allein nicht ausreichte, wurde die Pumpenleistung hinsichtlich Druck und Volumenstrom signifikant erhöht. In diesem Zuge wurden die bestehenden Pumpen gegen leistungsstärkere Hocheffizienzmodelle ersetzt.


Projektabschluss und Ausblick

    • Durch das entschlossene Handeln und die präzise Analyse unseres Nachwuchsteams konnte die Wärmeversorgung kurzfristig in allen Gebäudeteilen wiederhergestellt werden. Die Ad-hoc-Maßnahmen wurden erfolgreich abgeschlossen, sodass ein störungsfreier Betrieb der Büroflächen gewährleistet ist.
    • Das Projekt ist jedoch noch nicht am Ziel:
      Um die Anlage langfristig effizient und technisch einwandfrei zu betreiben, werden in den kommenden Phasen weitere strukturelle Umbaumaßnahmen an der Hydraulik folgen.

Stay tuned !
wir halten Sie über den weiteren Fortschritt auf dem Laufenden.

Pumpendefekt gefährdet
die Versorgungssicherheit

Im Rahmen der Vor-Ort-Analyse der unterversorgten Gebäudebereiche bestätigte sich ein schwerwiegender mechanischer Defekt an der Pumpentechnik. Bei der Begutachtung wurde an einer der Hauptpumpen eine massive Leckage festgestellt, die bereits provisorisch aufgefangen werden musste. Aufgrund des fortgeschrittenen Verschleißes und des damit einhergehenden Integritätsverlusts ist eine sofortige Erneuerung der Pumpe unumgänglich. Nur so können weitere Folgeschäden verhindert und eine zuverlässige Wärmeversorgung dauerhaft sichergestellt werden.

 
 

Maßgeschneiderte Integration
der Pumpentechnik

In der Bestandssanierung ist die Kompatibilität von Einbaumaßen eine häufige Herausforderung.
Da die neuen Hocheffizienzpumpen eine geringere Baulänge als die Altkomponenten aufwiesen, war eine fachgerechte Modifizierung der vorhandenen Flanschstutzen erforderlich.
Diese Aufgabe bot unserem ambitionierten Juniorenteam die ideale Gelegenheit, ihre handwerkliche Präzision in der Anlagenmechanik und Metallbearbeitung unter Beweis zu stellen.

Präzise Inbetriebnahme
und Parametrierung

Nach der erfolgreichen Installation und dem fachgerechten Anschluss der neuen Aggregate folgte die detaillierte Inbetriebnahme. Ein wesentlicher Fokus lag dabei auf der Wahl der optimalen Regelstrategie. Ob Proportionaldruck, Konstantdruck oder Stellerbetrieb, die Konfiguration wurde exakt auf die spezifischen Anforderungen des Systems abgestimmt.

Dank des zuvor durchgeführten hydraulischen Abgleichs konnten auch komplexe Funktionen wie „AutoAdapt“ oder die Implementierung eines „FlowLimits“ fundiert bewertet und aktiviert werden. Diese präzise Parametrierung bildet die Grundlage für einen hocheffizienten Anlagenbetrieb und maximale Energieeinsparung.