Pumpen erneuert
Hydraulik wieder im Lot

Junior-Projekt Übersicht

Die Ausbidung unserer Mitarbeiter erfolgt ganzheitlich. Vom eigenen Erstellen des Schaltplanes, zum Bestellen der notwendigen Baugruppen, der Errichtung der Schaltschränke, bzw. hier Rangierverteiler über die Erstellung der Regelsoftware, sowie deren Inbetriebnahme.
Jeder Azubi durchläuft die vollständige Projektkette inkl. Übergabe an den Endkunden.

Hier wurde m Zuge der modernen Gebäudeautomatisierung der Bau mehrerer spezialisierter Rangierverteiler für die Beleuchtungs- und Jalousiesteuerung realisiert.
Die Architektur der Verteiler ist konsequent auf maximale Zuverlässigkeit, industrielle Belastbarkeit und eine einfache Handhabung im laufenden Betrieb ausgelegt.


Steuerung und Echtzeit-Kommunikation

    • Das Herzstück der Anlage bilden industrielle Steuerungskomponenten von Beckhoff. Ein wesentliches Merkmal dieser Architektur ist die Vernetzung über ein robustes Real-time Ethernet-Protokoll.
    • Deterministik: Durch die Echtzeit-Kommunikation werden Schaltbefehle für Beleuchtung und Verschattung ohne spürbare Latenz und absolut synchron ausgeführt.
    • Industriestandard: Das verwendete Protokoll ist speziell für raue Umgebungen konzipiert und bietet eine extrem hohe Störfestigkeit gegenüber elektromagnetischen Einflüssen, was die Systemstabilität massiv erhöht.


Betriebssicherheit durch RCB-Integration

    • Ein primärer Fokus bei der Planung lag auf der Betriebssicherheit. Um eine höchstmögliche Anlagenverfügbarkeit zu garantieren, wurde ein selektives Schutzkonzept mittels (Residual Current Breaker) implementiert:
    • Segmentierung: Durch die Integration dedizierter RCBs für einzelne Steuergruppen wird sichergestellt, dass im Fehlerfall lediglich ein kleiner Teilbereich abgeschaltet wird. Ein Totalausfall der Etagen- oder Gebäudebeleuchtung wird somit effektiv verhindert.
    • Präventiver Schutz: Die Schutzeinrichtungen bewahren die hochwertigen Beckhoff-Eingangs- und Ausgangsklemmen zuverlässig vor Schäden durch externe Fehlerströme.


Lokale Vorort-Bedienung und Wartungskonzept

    • Um auch in Ausnahmesituationen oder während der Inbetriebnahme volle Kontrolle zu behalten, wurden die Rangierverteiler mit einer lokalen Vorort-Bedienung ausgestattet:
    • Manuelle Ebene: Servicepersonal kann direkt am Verteiler Schalthandlungen vornehmen, was Diagnoseprozesse erheblich beschleunigt.
    • Autonomie: Diese physische Bedienebene fungiert als Rückfallebene, sodass die Grundfunktionen der Beleuchtung und Jalousien unabhängig von der zentralen Softwarelogik geprüft und gesteuert werden können.


Fazit

Die Synergie aus der Leistungsfähigkeit des >Real-time Ethernet-Protokolls<, der Präzision der Beckhoff-Komponenten und einem konsequenten Sicherheitsdesign durch RCB-Absicherung resultiert in einer hochverfügbaren Steuerungslösung. Diese Rangierverteiler setzen einen neuen Standard für die Betriebssicherheit in der modernen Infrastrukturtechnik.

Einteilen der Rangierverteiler

Zu Beginn der Installation werden die Rangierverteiler in Segmente für die einzurichtenden Komponenten eingeteilt.

Wir starten hier mit der Einteilung der Huschiene und den damit verbundenen Abständen zu den notwendigen Verdrahtungskanälen.

Um den Abstand Einbaugeräte - Verdrahtungskanäle optimal festzulegen, nutzen wir hier Sicherungsautomaten, die Steuerung, sowie das Netzgerät als Muster.

 
 

Einrichten der Verdrahtungskanäle

Nach Festlegung der Position der Einbaugeräte können die Verdrahtungskanäle fixiert werden.

Die Wahl fällt zugunsten der feineren Einteilung, exakteren Kantung und eleganteren Farbe auf Tehalit.

Das Netzteil findet am Besten in einem nicht verwendetem Zwischenraum Platz.

Die Frontalklemmen führen wir als 1,5mm² aus, da der Platz für die Masse an Feldgeräten knapp bemessen ist.

Einsetzen der Schaltgeräte

Nachdem die Positionen für SPS-Steuereinheit, Schaltgeräte, Verdrahtungskanäle, sowie die Frontalklemmen festgelegt worden sind, können die Einbauten eingesetzt und die Verdrahtung begonnen werden. Die Kabeleinführungen kann von drei Seiten im unteren Drittel vorgenommen werden.

 
 

Verdrahtung der Schaltgeräte

Die Verdrahtung der Schaltgeräte nach den Dimensionierungen die vorher im Schaltplan festgelegt wurden. Adernfarben gemaess
DIN EN 602004-1. 

Anpassungen die während der Projektphase vorgenommen werden, werden direkt Vor-Ort im Schaltplan vorgenommen. Alle Dokumente sind in der betriebsinternen Cloud verfügbar.

Vom Einzelprodukt zur Serienfertigung

Der erste Rangierverteiler ist meist der kniffligste. Ist der Aufbau festgelegt, kann die Serienfertigung beginnen. Wenn's läuft machts doch einfach am meisten Spass.

Das Ergebniss unserer Azubis kann sich sehen lassen.

 
 

Die Ertüchtigung des Bestandes

Welch ein Durcheinander man bisweilen in Installationen vorfindindet lässt selbst erfahrene Fachkräfte erstaunen. Im Bestand ertüchtigen unsere Junioren die Bestandsanlage durch parallelen Aufbau der neuen Rangierverteiler. 

Der zur Verfügung stehende Platz reicht bei aufgrund der sorgfältigen Vorbereitung gerade so aus.

Vorbereitende Parallelmontage

Unsere Junioren installieren zunächst parallel zur vorhandenen Installation die neuen Rangierverteiler. DIe Spannungs- und Netzwerkversorgung wird parallel dazu bereitgestellt, da die bauseitige Installation während der Ertüchtigung noch in Betrieb bleiben muss. 

Das Stresslevel für unsere Junioren steigt. Arbeiten unter Spannung... spannend.